Weg mit dem Rechtsanwalt, her mit LegalZoom
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Wer braucht einen Rechtsanwalt, wenn die einzige Leistung darin besteht, den Namen und das Datum in einem Dokument zu ändern? Und dafür hunderte Euro? Genau das dachten sich die Gründer von LegalZoom 1999, als sie eine Website starteten, die Benutzer Schritt für Schritt half, ein Testament, einen Markenschutzantrag und anderen Rechtsdokumente zu erstellen.
Das ist was heute nach wie vor üblich ist: ein Klient benötigt ein Rechtsdokument, z.B. Allgemeines Geschäftsbedingungen. Ein rasch gegoogleter Rechtsvertreter – hoffentlich darauf spezialisiert – wird aufgesucht, man bespricht den Wunsch, dieser zückt eine fertige Wordvorlage aus seiner Ablage, setzt den Namen des Klienten und das aktuelle Datum ein, ändert ein paar Kleinigkeiten und wusch, man ist um mehrere hundert oder tausend Euro ärmer.
Das muss nicht sein, dachte sich Brian Lee und hat gründete LegalZoom. Ein Jahrzehnt später bietet LegalZoom hunderte Rechtsdokumente an, die auf der Website individuell zusammengestellt werden können. Nach Abschluß eines Scheidungspapiers, Mietvertrags, Namensänderung etc. sieht nochmals ein Rechtsanwalt über das fertige Dokument drüber und man ist fertig. Und das Ganze kostet einen Bruchteil von dem, was ein Rechtsanwalt verlangt. Üblicherweise weniger als 20% der üblichen Preise.
Klingt gut? Genau das dachten sich nicht nur die bisherigen 2 Millionen Benutzer, sondern auch die Investoren (geführt von Kleiner Perkins), die in der letzten Runde $66 Millionen (umgerechnet (€45 Millionen) für LegalZoom aufstellten. Das bringt das bisherige Investment auf $100 Millionen (€70 Millionen) in ein bereits jetzt gewinnträchtiges Unternehmen. Mehr als €70 Millionen Umsatz werden pro Jahr gemacht.
Doch jetzt hat Brian Lee größeres vor: nächstes Jahr soll das Unternehmen an die Börse, auch wenn der Gründer noch nicht ganz die Katze aus dem Sack lassen will. Dafür wirbt LegalZoom intensiv mit seinen Diensten im Werbefernsehen (siehe Clip).




